02.09.2014

Alles Lüge: Die Formeln für schnellen Erfolg (Ein Anti-Guru Beitrag)

Die, die schnellen Erfolg versprechen, lügen. Meistens haben sie dir auch noch Geld dafür abgeknöpft, dass du ihre Strategien anhören durftest.

Aber was ist eigentlich Erfolg?
Wenn du mit Erfolg Geld verbindest, dann gibt es sicherlich einige schnelle Wege, erfolgreich zu sein.
Du könntest ein Guru werden und die Leute von der Geißel ihres Geldes befreien.
Du könntest einen Heilschlamm in deiner Badewanne anrühren (im Garten findet sich sicher Material) und ihn getrocknet in kleinen Beuteln verkaufen. Natürlich rechts- (oder links-) drehend abgefüllt.
Du könntest auch Spekulant werden und auf das Unglück anderer setzen, es dadurch verursachen und absahnen.
Oder Bausparverträge an Rentner verkaufen...

Aber das willst du nicht, du willst DEINEN Erfolg, du willst dein Business starten, dein Buch schreiben, deine Träume anpacken, anstatt sie nur manchmal aus der Ecke der Wäscheschublade hervor blitzen zu sehen, wo sie aus unerfindlichem Grund gelandet sind.

Dann surfst du im Internet herum und findest jede Menge Seiten, die vom Rezept zu schnellem Erfolg sprechen. Du kannst ganz einfach aus deiner schrecklich manipulierten Welt aussteigen und die gesamte Arbeit der Woche lässt sich in 3 Stunden erledigen. Aus der Hängematte heraus. Eigentlich musst du dir deinen Erfolg nur vom Universum wünschen, das darauf brennt, deine Bedürfnisse zu befriedigen. Kaufe doch am besten das passende Buch. Du könntest auch dieses Seminar buchen, jenen Newsletter abonnieren, dein Lebensmenü nach einem bestimmten Rezept kochen und, ganz wichtig, dich von negativen Gedanken befreien.

Ich bin absolut der Meinung, das gute Gedanken sich positiv auf dein ganzes Leben auswirken. Darum poste ich Mutmacher. Mit negativen Gedanken ist nämlich niemandem geholfen, der sich auf dem Weg zu einem Ziel befindet.
Allerdings werden wir keinen positiven Effekt erzielen, wenn wir einen Teil unserer Gefühle einfach verdrängen. Jeder hat Scheißtage. Beim Zahnarzt. Wenn jemand krank ist, den du magst. Wenn du Angst hast. Wenn du dich abgelehnt fühlst. Wenn dir etwas nicht gelingt.

Der Unterschied, der den Erfolg ausmacht, ist dieser:
Du zieht dich am Schopf aus dem Sumpf. Du lässt nicht zu, das der Moder über dir zusammen schlägt.
Hinfallen - Aufstehen - Krone richten - Weitergehen

Das gleiche gilt für deinen Erfolg, deine Ziele, deine Pläne.
Wenn du nicht richtig viel Glück hast, wirst du auf ehrlichem Weg selten schnelle Erfolge erzielen.
Aber du kannst es dir erarbeiten. Wenn du es wirklich willst (oder musst), dann kneifst du die Backen zusammen, schaltest den Fernseher aus und machst dich an die Arbeit.
Hier ist mein "Rezept" für (langsamen) Erfolg:
1. Sei dir selbst ein Freund - glaube an dich, bestärke dich, ermutige dich. Wage es, deine Berufung zu erfragen, suche deinen Fokus und setze dir Ziele. Aber sei realistisch und
2. mache Teilschritte. Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden. Jeder Reise beginnt mit dem ersten Schritt. (Wie viel Wahrheit doch in diesen altbekannten Sprüchen steckt) Und dann noch ein Schritt, und noch ein Schritt. Und:
3. Professionalisiere deine Arbeit. Verbessere dich. Arbeite an dir. Deine wichtigste Ressource ist
4. Selbstdisziplin. (Mann, ist das öde! Kann nicht das Universum einfach liefern?)
Wenn du ein Ziel hast, behalte es immer im Auge. Lass dich nicht zu schnell von Müdigkeit unterkriegen oder von unwichtigen Sachen ablenken. Arbeite. Tritt dich in den Hintern. Motiviere dich.
Das kann dir keiner abnehmen. Das kannst nur du selbst schaffen.
(und 5. Vermarkte deine Arbeit. Aber das ist ein anderes Thema)

Dieses "Rezept" rührt aus meinen eigenen Erfahrungen. Ich glaube, alleinerziehende Mütter sind sehr geübt darin, sich selbst am Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Denn sie müssen. Da ist keiner, der mal eben übernehmen kann. Also macht man weiter. 
Ich denke manchmal an meine schwerste Zeit zurück. Als ich meine Magisterarbeit schrieb. Ich hatte auch noch mein Puppenbusiness und einen kleinen Stoffhandel. Und drei Kinder zuhause.
Meine Magisterarbeit wollte ich zweimal täglich hinschmeißen. Es war einfach so unglaublich anstrengend, das alles unter einen Hut zu bekommen.(Die Selbstständigkeit konnte ich nicht aufgeben, ich brauchte das Einkommen). Aber ich dachte mir: Wie soll ich meinen Kindern jemals vermitteln, das sie Dinge zu Ende bringen können, wenn ich selbst aufgebe? Also hatte ich mein Ziel vor Augen.
Und ich dachte immer wieder an das, was unser Rektor und Biolehrer Herr Sassen ganz zu Beginn unserer Kolleg-Zeit zu uns sagte. "Sie werden Leute kommen und gehen sehen. Das Wichtigste ist, das sie durchhalten. Dann schaffen sie es."
Und?! Ich habe eine gute Arbeit abgeliefert. Diesen Tag werde ich nie vergessen, als ich sie binden ließ und endlich abgeben konnte. Ich habe mich quasi auf dem nackten Zahnfleisch durchgebissen.
Aber dadurch habe ich zwei wichtige Dinge gelernt:
Arbeite hart, und halte durch.
Zweifle nicht daran, das du es schaffen kannst.


Selfpublisher - Mein Buch verkauft sich nicht!

Da meistert man alle Hürden, die das Schreiben verursacht, verbringt Monate mit seinem Buch, buttert alles hinein - und dann verkauft es sich nicht zufriedenstellend!
Natürlich, Selfpublisher haben keine PR-Agentur (dennoch gibt es Beispiele von lahmen Verlagsbüchern, die nach Zurückholen der Rechte und dem Neu- und Selbstauflegen super laufen) - aber das ist nicht in erster Linie als Problem zu betrachten, sondern als Chance! Denn Du hast es in der Hand, dein Werk zu vermarkten, und du kannst alle Mittel ausschöpfen.
Leonie Haubrich (Heike Fröhling) hat auf ihrer Seite einige wirklich wertvolle Tipps zusammen gestellt - schau doch mal rein!

Ich wünsche euch einen kreativen Tag - an oder mit welchem Medium auch immer!

01.09.2014

Elfenhafte Stehpüppchen




Guten Morgen, guten Montag, guten Wochenstart!


Wie wäre das wohl, wenn wir uns mehr Gedanken um unser Wohlbefinden machen würden? Uns gestatten würden, einfach mal glücklich zu sein, all das in vollen Zügen genießen, was wir haben und sind, anstatt uns auf die unperfekten Ecken und Kanten unseres Lebens, und noch schlimmer, an uns, zu konzentrieren?
♥ ♥ ♥

31.08.2014

Free tutorial - Zwerg/Wichtel

Inspiriert von dem zauberhaften Buch Tomte Tummetott von Astrid Lindgren
habe ich mir schon  letztes Jahr vorgenommen, kleine Wichtel zu machen. Dann verging aber die Zeit und der Frühling kam...und dann der Sommer....
Nun ist der Herbst da und wir wissen, ein neuer Winter erwartet uns.
Dann brauchen wir einen Wichtel, der uns erinnert, dass jeder Winter einmal ein Ende hat.
Tomte Tummetott hat schon viele hundert Winter kommen und gehen sehen, und das wispert er auch den Tieren zu, die geduldig auf den Frühling warten. Tomte bewacht Haus und Hof und den Schlaf der Kinder....kein Mensch hat ihn je zu sehen bekommen. Von ihm künden am Morgen nur die kleinen Fußtapfen im Schnee.

Hier zeige ich dir, wie du ganz einfach einen kleinen Wichtel/Zwerg selbst machen kannst.


Alles was du brauchst:
Ich habe einen Holzrohling benutzt. Dann ein kleines Filzkügelchen für die Nase, ein Flöckchen Schafwolle für den Bart, Jersey in rot für die Mütze und grauen Filz. Fleece geht auch, Hauptsache es franst nicht aus. Du brauchst deine Nähmaschine und Kleber - ich habe meine Heißklebepistole benutzt.


Schneide dir aus einem Stück Papier die Vorlage für das Mäntelchen.
Passe die obere und untere Rundung an, bis es gut sitzt und ca. 1cm überlappt, wenn du es schließt.


Schneide anhand des Papiers den Filz zu.


Positioniere ihn so, dass er unten bündig abschließt und klebe eine Längsseite an.


Lege den "Mantel" straff an und klebe auch die andere Längsseite fest.


Klebe das Filzkügelchen als Nase an.


Zwirbele dein Schafwolle-Flöckchen auf die richtige Länge und Breite und klebe es unter der Nase an.


Befestige den Bart mit einem Klecks Kleber auch am Mantel - der Bart soll ja nicht wegwehen wenn dein Wichtel mal zügig unterwegs ist. ;)


Passe den Jersey auf den Umfang des Kopfes an.


Nähe ein Mützchen.


Schneide das Mützchen aus, wende es auf rechts und setze es dem Wichtel auf.

 

Befestige das Mützchen mit Kleber - einen Klecks vor und hinten und jeweils an den Seiten. Klappe dafür das Mützchen hoch wenn du den Kleber aufbringst, damit er nicht am Mützenrand zu sehen ist.
Der Wichtel mag es nicht, wenn man ihm die Mütze vom Kopf reißt. Wer weiß schon, was sich darunter verbirgt! :)


Ob eine stehende oder hängende Mütze bestimmst du selbst - Hauptsache sie ist rot.
Schau anhand der Maße im Bild, wie du das Aussehen gestaltest.


Das war doch ganz einfach!
Viel Spaß beim Wichtelmachen.

(Wenn ihr nicht wisst woher ihr das Material bekommt, schreibt mir eine email.)





Sonntag im Regen.


Macht es euch schön.

30.08.2014

Schlenkerkind Anna


Hol dir deine eigene - HIER.

Eigenlob stimmt!

Wir Menschen wollen nichts so sehr wie Anerkennung - und wir suchen sie im Außen. Wir wünschen sie uns von anderen Menschen, sind sogar abhängig von der externen Bestätigung.
Leider wurden die meisten von uns als Kinder nicht so oft gelobt, wie es nötig gewesen wäre, um ein stabiles Selbstbewusstsein aufzubauen. Manche von uns kompensieren das, indem sie besonders hilfreich, "immer für andere da" sind.
Dabei ist das Gute immer selbstverständlich, das Schlechte wird moniert. Und geht es uns nicht bei unseren Kindern, Partnern und Kollegen, ja sogar beim Wetter genauso?
Wir meckern wenn etwas nicht nach Wunsch läuft, aber die glatten Wogen nehmen wir kaum wahr.
Am härtesten gehen wir oft mit uns selbst ins Gericht - wir erwarten Perfektion als Mutter, Angestellte, Partnerin. Wir genügen uns nicht - nicht jung,straff, faltenfrei genug, nicht liebevoll genug, nicht leistungsfähig genug, nicht geduldig genug.......

NICHT GENUG - NICHT GENUG - NICHT GENUG

Wenn uns etwas Gutes passiert, denken wir vielleicht sogar, dass wir das überhaupt nicht verdienen! Wir befinden uns damit in einer Abwärtsspirale, werden immer abhängiger von der Bestätigung anderer und finden nicht die Zufriedenheit in unserem Leben, die uns eigentlich zusteht. Also: Schluss damit!

Beginnen wir uns selbst zu loben. Für Kleinigkeiten. Wann immer es geht.
Man wollte uns einreden: Eigenlob stinkt, aber das stimmt nicht!
Wenn wir uns selbst nicht einmal loben - warum sollten andere es tun?
Wir alle machen Sachen toll. Wir managen unsere vollgepackten Leben, jonglieren zwischen Kind, Beruf und Partnerschaft, wir sind für unsere Freundinnen da, wenn sie uns brauchen. Wir kochen, backen und arbeiten unsere Listen ab. Wir putzen Nasen, Fenster und hinter den Haustieren her. Wir schreiben Rechnungen, Gedichte und aufmunternde SMS. Manchmal ist es schon schwierig aufzustehen - aber wir tun es. 
Wir sagen unsere Meinung, auch wenn wir Angst vor der Reaktion haben., wir zeigen unsere Gefühle, auch wenn uns das verletzlich macht, wir gestehen Fehler ein, auch wenn es peinlich sein könnte.
Wir haben jeden Tag hundert Gründe, uns selbst zu loben. Hören wir auf, all das als selbstverständlich hinzunehmen! Seien wir uns selbst ein guter Freund. Sagen wir uns:

Das habe ich gut gemacht!



Wir müssen das auch nicht laut tun, wenn wir uns dafür schämen. Wir tun es für uns selbst. Wir tun es, um uns selbst das Gefühl zu geben, dass wir uns von den anderen wünschen. Die Anerkennung, die uns fehlt.
Und wenn wir damit begonnen, ja es verinnerlicht haben, werden wir leichtfüßig auch andere loben können und damit eine Quelle positiver Gefühle werden - für uns selbst und unsere Umgebung. 

Du kannst auch dieses Dankbarkeitsübung prima dazu benutzen - notiere Dir jeden Abend drei Dinge, die Du toll gemacht hast - es wird dir in Fleisch und Blut übergehen. Dabei ist kein "Aber..." erlaubt!

Du willst tiefer eintauchen? Bücher helfen immer weiter!

Schlichte Forderung




Tierischer Mutmacher ;)


Schönes Wochenende! :)