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19.09.2014

Erstlingspüppchen


Dies ist ein Erstlingspüppchen im Schlafsack - 25cm groß und auch für kleine Erdenbürger schon prima geeignet. Ich mag die schlichte Form.
Wenn du auch so ein Püppchen nähen möchtest, schau mal nach meinem ebook, du bekommst es HIER.
Noch mehr Tipps für die Gestaltung von Püppchen findest du bei den
Schönen Abend!




Kindheit in Afrika - Lieblingsbuch

Gestern zog mein Mädchen eines unserer Lieblingsbücher aus dem Regal.
Der Schutzumschlag ist fort und es wurde umbenannt.
Manche Seiten haben gelitten oder sind gar fort.
Dieses Buch hatte sie im Alter von einem Jahr schon mit im Laufstall - damit sie die wunderbaren Bilder von dem kleinen Mädchen zwischen all den wilden Tieren immer wieder anschauen konnte.


Tippi aus Afrika: Das Mädchen, das mit den Tieren spricht

Bei manchen der Fotos stockte mir tatsächlich der Atem - ein kleines Mädchen das einen Leoparden streichelt, einem Zebra die Flasche gibt, auf dem Kopf eines Elefanten reitet und einem Pavian zärtlich die Hand reicht. Tippi. Geboren in Afrika als Kind freischaffender Naturfotografen, aufgewachsen zwischen Tieren, mit denen sie "spricht." Barfuß, nur mit einem kleinen Lendenschurz und ein paar Pfeilen im Köcher ist die kleine Tippi pfeilschnell in der Wüste unterwegs. Und rührt etwas an - die verlorene Verbundenheit mit den Mit-Wesen.
Kleine Geschichten einer besonderen Kindheit, voller Liebe zur Natur, gespickt mit kleinen Weisheiten und einfach wunderschön. Am Ende des Buches war ich traurig für Tippi, weil sie Afrika verlassen musste.

Im Leben gibt es großes Glück und großes Unglück. Und manchmal läuft alles einfach normal. Als wir in Namibia lebten, lief es vor allem normal. Wir hatten nur die üblichen Sorgen und manchmal richtig großes Glück, aber niemals großes Unglück. Unser leben dort war wirklich wunderbar.




17.09.2014

Ich hab dich lieb!


Kann man alles (gleichzeitig) haben?

Es ist schon interessant, da landet ein Buch (Die Alles ist möglich-Lüge: Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind) auf meiner Wunschliste und heute verlinkt jemand den Artikel der Welt über das Buch: Die moderne Familie ist eine Orga-Katastrophe.




Ich denke oft darüber nach, wie sich in unserer postmodernen Zeit, in der alles möglich und (scheinbar) frei wählbar ist, "die Familie" entwickelt. Aber genau "die Familie" gibt es nicht mehr. Unzählige Konstellationen, die wenigsten zeitlich dauernd. Niemand will zu kurz kommen, sich nicht selbst verwirklichen. Andere kämpfen in prekären Beschäftigungsverhältnissen ums Überleben.
Und dann kommen die Kinder "dazwischen", die zwar sorgfältig geplant werden, sich im Alltag aber eben doch als nicht planbar erweisen, und werden in die moderne Familie hinein organisiert.

Aber was ist das eigentlich, eine "moderne" Familie? Ist es modern, wenn man nach getaner Arbeit, nach Abwasch und Abendbrot vor Erschöpfung kaum noch seinen Namen sagen kann? Wenn man schon ewig nicht mehr im Kino war und der Freundeskreis sich auf ein paar Kollegen und alte Kumpel reduziert hat? Wenn sich am Morgen alle vor dem Familienkalender versammeln, um den jeweiligen Tagesbefehl in Empfang zu nehmen? (Quelle)

Ähnlich beschreiben es Väter in der Zeit:

...Nicht vorgesehen im Wochenplan ist allerdings: dass ein Kind Grippe hat. Dass der Wagen nicht anspringt. Dass ein Zug sich verspätet. Dass auch die supereffizienten Eltern mal verschlafen oder krank werden. Auch nicht vorgesehen ist: Zeit für sich. Zeit zu zweit. Aber das ist ja nicht so schlimm. Wir wissen ja, es kommt nicht auf die Quantität der gemeinsamen Zeit an, sondern auf die Qualität.
Leider wissen wir auch: Das ist ein Selbstbetrug. Eine Lüge. Denn unsere Kinder kennen keine quality time . Das Gerede von der quality time verschleiert nur, dass das Zeitproblem einfach ungelöst ist....
Aber warum ist es nur so verdammt schwer, Kinder und Ehe und Beruf unter einen Hut zu bekommen? Warum sind wir erschöpft und müde und einfach erledigt, warum haben wir ständig das Gefühl, dass wir zu wenig Zeit für alles haben: für die Kinder, für den Job, für die Partnerin, für uns selbst? ... (Quelle)

Mit einem Ausbau der Kinderbetreuung ist es da nicht getan. Nicht jeder möchte so früh und lange wie möglich sein Kind abgeben. Sofern man es überhaupt "wagt", seinem Kinderwunsch nachzukommen - denn in immer stärkerem Maße werden Kinder als Risiko für die finanzielle Unabhängigkeit empfunden, und der Wunsch nach ihnen wird hintenangestellt. (Über den großen Druck der Frauen der Tagesspiegel vor einem Jahr HIER).

Die Wirtschaft braucht auch die weiblichen Fachkräfte. Der Staat braucht Kinder. Kinder brauchen ihre Eltern. Von allen Ecken wird an den (zukünftigen) Eltern gerissen. Was können wir tun?

- Väter müssen mehr eingebunden werden. Ich empfinde es als positiv, hier in Leipzig so viele Väter mit Babys in Tragetüchern und Kleinkindern in Fahrradsitzen zu sehen - da bewegt sich etwas in die richtige Richtung, und vielleicht ist diese Entwicklung in anderen Städten ähnlich.

- Regelarbeitszeiten müssen für beide Geschlechter drastisch gekürzt werden - 30 Stunden wären eine optimale Lösung, so wie es die IG Metall fordert. Allerdings drängen die Arbeitgeber

...vor allem für hochqualifizierte Mitarbeiter wie etwa Ingenieure auf längere Arbeitszeiten. Angesichts des Fachkräftemangels werden sie über Forderungen nach kürzeren Arbeitszeiten nicht erfreut sein. Sie wollen nicht nur, dass die Beschäftigten länger arbeiten, wenn es nötig ist, sondern auch, dass die Mitarbeiter flexibler einsetzbar sind. Etwa, wenn es darum geht, eine Telefonkonferenz am Abend mit Mitarbeitern in einer anderen Zeitzone abzuhalten. (Quelle)

(Nun. Wenn wir noch weniger Kinder bekommen, dann haben wir bald einen größeren Mangel als nur den an Fachkräften.) 

- Der Wiedereinstieg nach einer Babypause muss problemlos und ohne Nachteile realisierbar sein, auch nach längerer Zeit. Eltern sind nicht "raus", wenn sie eine Weile nicht im Betrieb waren - sie haben eine Menge neuer Kompetenzen erlangt.

- 2,2 Millionen Kinder in Deutschland wachsen mit einem Elternteil auf - Tendenz steigend. Die Bertelsmannstiftung legt dar, wie prekär sich die Lage von Alleinerziehenden oftmals darstellt und fordert Reformen in Steuerrecht und Sozialversicherungsrecht.

- Wir sollten Wege finden, uns von den Werten des Habens zu den Werten des Seins zu bewegen. Natürlich korreliert das mit einer ewig wachsen wollenden Wirtschaft, die ihre unzähligen Produkte an uns verkaufen will. Doch der burnout ist nicht angenehmer, wenn er von uns auf der Echtledereckcouch, mit dem neusten Smartphone in der Hand, seinen Tribut fordert. Wir sind nicht, was wir haben, und nicht jeder verdient, was er eigentlich verdienen würde. Ein Mensch ist ein Wert und ein Zweck an sich - nicht nur ein verwertbarer Faktor in einer Wertschöpfungskette.


Wie viel ist genug?: Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens






Ich denke, es gibt soviele individuelle Lösungen wie Familien. Was würdest Du an den Rahmenbedingungen gern geändert haben?